Was bedeutet Regionalität wirklich?

Mittlerweile hören wir den Begriff „Regionalität“ immer häufiger. Ob im Supermarkt, in der Werbung oder bei Kleidung. Viele Unternehmen werben damit, dass ihre Produkte regional sind. Doch was bedeutet Regionalität eigentlich genau, und steckt hinter diesem Begriff immer das, was wir erwarten?

„Regionalität“: Was bedeutet der Begriff?

Unter Regionalität versteht man den Bezug eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines Unternehmens zu einer bestimmten geografischen Region. Eine allgemein verbindliche Definition des Begriffs gibt es in Österreich allerdings nicht. Je nach Zusammenhang kann eine Region eine Gemeinde, ein Bundesland oder sogar ein ganzes Land wie Österreich umfassen. Entscheidend ist, wo ein Produkt herkommt, wo es hergestellt oder verarbeitet wird und wie eng es mit seiner Herkunft verbunden ist.

Wie Unternehmen Regionalität heute nutzen

Regionalität spielt in der heutigen Wirtschaft eine immer größere Rolle. Viele Unternehmen werben mit Begriffen wie „regional“, „heimisch“ oder „aus Österreich“, um Vertrauen zu schaffen und sich von international produzierten Waren abzuheben. Kundinnen und Kunden verbinden regionale Produkte häufig mit kurzen Transportwegen, hoher Qualität, nachvollziehbarer Herkunft und der Unterstützung heimischer Betriebe.

Für Unternehmen bietet Regionalität die Möglichkeit, ihre Werte sichtbar zu machen und sich am Markt zu positionieren. Wenn Rohstoffe aus der Umgebung stammen und die Herstellung ebenfalls vor Ort erfolgt, können Transportwege verkürzt und Arbeitsplätze in der Region unterstützt werden. Allerdings bedeutet die Bezeichnung „regional“ nicht automatisch, dass sämtliche Bestandteile eines Produkts aus der angegebenen Region kommen. Deshalb ist es wichtig, genau hinzusehen und auf transparente Herkunftsangaben zu achten. 

Was genau bedeutet das für uns in Österreich?

Wenn wir in Österreich den Begriff „regional“ lesen, stellt sich die Frage, was damit eigentlich gemeint ist. Bezieht sich die Angabe auf Österreich selbst, auf die Europäische Union oder zählen auch unsere Nachbarländer dazu? Eine einheitliche Definition gibt es nicht, weshalb Unternehmen unterschiedlich mit dem Begriff umgehen können. Für uns bei Plufeschn bedeutet Regionalität jedoch ganz klar: Sowohl der Stoff als auch die Herstellung unserer Kleidung finden in Österreich statt. Damit legen wir Wert auf eine nachvollziehbare Herkunft der Materialien, eine Fertigung im eigenen Land und die Unterstützung heimischer Betriebe. Regionalität ist für uns also nicht nur ein Begriff, mit dem man werben kann, sondern eine bewusste Entscheidung für Österreich.

Die Buche: ein Baum voller Geheimnisse

Wer durch einen heimischen Wald spaziert, begegnet ihr fast überall: der Buche. Mit ihrem glatten, silbergrauen Stamm und ihrer mächtigen Krone gehört sie zu den beeindruckendsten Bäumen Europas.

Im Frühling leuchten ihre jungen Blätter in einem frischen Grün, im Sommer spendet sie kühlen Schatten und im Herbst verwandelt sie den Wald in ein Meer aus goldenen und rötlichen Farben. Doch die Buche ist weit mehr als nur ein schöner Anblick. Sie ist ein wichtiger Teil unseres Ökosystems und birgt erstaunliche Eigenschaften, die viele Menschen gar nicht kennen.

Die Rotbuche kann bis zu 40 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden. Ihre weitreichenden Äste bieten zahlreichen Vogelarten einen Platz zum Nisten, während Insekten, Pilze und andere Lebewesen von ihr profitieren. Ihre Bucheckern dienen verschiedenen Waldtieren als Nahrung. Gleichzeitig trägt die Buche zur Speicherung von Kohlenstoff bei und spielt damit eine wichtige Rolle im natürlichen Kreislauf unserer Wälder.

Doch was die Buche besonders spannend macht, verbirgt sich nicht in ihrer Krone, sondern in ihrem Inneren: ihrem Holz. Es ist hart, widerstandsfähig und vielseitig einsetzbar. Seit Jahrhunderten wird es für Möbel, Fußböden und Gebrauchsgegenstände verwendet. Die Buche begleitet uns also schon lange im Alltag oft, ohne dass wir es überhaupt bemerken.

Aber wusstest du, dass die Buche sogar in deinem Kleiderschrank landen kann?

Im Holz der Buche steckt Zellulose, ein natürlicher Bestandteil pflanzlicher Zellwände. Mithilfe moderner Verfahren kann diese Zellulose gewonnen und zu feinen Textilfasern verarbeitet werden. Aus einem festen Stück Holz entsteht so ein weicher Stoff, der sich für die Herstellung von Kleidung eignet. Ein faszinierender Wandel: Was einst als Baum tief im Waldboden verwurzelt war, kann später direkt auf unserer Haut liegen.

Genau diese besondere Verbindung zwischen Natur und Alltag findet sich in den T-Shirts von Plufeschn wieder. Sie werden aus Buchenholzfasern hergestellt und zeigen, wie vielseitig ein heimischer Baum sein kann. Die daraus gewonnenen Textilfasern können sich durch ihre Atmungsaktivität, ihre Weichheit und ein angenehmes Tragegefühl auszeichnen. Auch die geruchsregulierenden Eigenschaften des Materials machen es besonders interessant für den Alltag und Sport.

Durch ihre weiche Beschaffenheit können Kleidungsstücke aus Buchenholzfasern auch für Menschen mit empfindlicher Haut eine angenehme Wahl sein. Bei sensibler Haut oder Neurodermitis kommt es jedoch auf die individuelle Verträglichkeit und die Verarbeitung des Stoffes an.

Von der Wurzel bis zum T-Shirt: die Buche steckt voller Möglichkeiten. Mit Plufeschn wird aus einem Stück Natur ein Kleidungsstück, das Komfort und Naturverbundenheit vereint.

Stoffe aus Österreich: Meterware aus Buchenholz

Du bist Stoff- und Nähverliebt und auf der Suche nach Meterware aus Österreich, um dir und deinen Liebsten ein neues Stück zu nähen? Dann bist du bei uns genau richtig!

Denn wer sich schon mal mit den Stoffen am österreichischen Markt auseinandergesetzt hat, weiß, dass es gar nicht so leicht ist, Stoffe mit einer transparenten Wertschöpfungskette zu finden. Die wenigste Meterware kann auf einen österreichischen Ursprung zurückgeführt werden oder lässt wichtige Details einfach weg.

Und warum ist das so? In der Textilindustrie sind die Prozessstufen mit den größten Umweltbelastungen der Anbau und die Produktion der Rohfasern sowie die Textilveredlung, sprich der Ursprung der Meterware. Selbst die beliebte Baumwolle zeigt ihre Schwachstellen, wenn es ums Thema Nachhaltigkeit und Regionalität geht. Der Stoff kommt primär aus China und Indien. Zusätzlich weist sie eine extreme Pestizidbelastung auf, ca. 14 % des weltweiten Insektizidmarktes und ca. 5 % des Pestizidmarktes auf den Baumwollanbau. Außerdem führt der hohe Wasserverbrauch beim Baumwollanbau (3.600-26.900 m³ Wasser pro Tonne Baumwolle) unter anderem zum Austrocknen des Aralsees in Zentralasien. 

Fazit: Viel Greenwashing, wenig dahinter

Wer wirklich nachhaltige und regionale Stoffe haben möchte, muss auf eine transparente Wertschöpfungskette achten. Ein gutes Beispiel sind Stoffe aus Buchenholz, unser Ursprung liegt bei der Lenzing AG in Oberösterreich. Hier wird das Buchenholz zu Fasern verarbeitet, die anschließend für die Herstellung von Textilien verwendet werden können. Von da geht es weiter nach Vorarlberg, wo der Stoff mit wasserbasierter Farbe gefärbt wird. Und der letzte Schritt ist nur noch die Fahrt zu uns nach Melk, für den Verkauf an euch:

Die komplette Wettschöpfungskette befindet sich in Österreich und sichert so auch über 100 Arbeitsplätze. Mit einem Kauf der Meterware von Plufeschn entscheidest du dich auch für Nachhaltigkeit und die Unterstützung der österreichischen Wirtschaft.

Aber wie fühlt sich Buchenholz auf der Haut an?

Wunderbar! Die Stoffe sind nicht nur ein Traum für unsere Umwelt, sondern auch für unsere Haut. Sie sind atmungsaktiv, geruchsneutral und ideal für Menschen mit empfindlicher Haut oder Neurodermitis. Die Struktur fühlt sich weich an und kann so auch super für Kopfbedeckungen und Haarbänder verwendet werden, da so Kopf und Haar perfekt geschützt sind. Aber deiner Kreativität und Nähliebe sind keine Grenzen gesetzt, ob Shirt, Pullover, Unterwäsche, Socken …

Ganz egal – just do it yourself!!

Aber auch wenn du mal keine Zeit oder Lust hast zum Selbernähen, stehen unsere Schneiderinnen in Melk stets bereit, dein neues Lieblingskleidungsstück zu kreieren und dir zukommen zu lassen. Auch personalisierte Wünsche sind möglich.

Lass dich inspirieren

Unsere Kunden zaubern stetig neue tolle Werke und begeistern uns jedes Mal aufs Neue.

Schnapp dir unsere Meterware aus Buchenholz und probier dich selber mal aus. Egal ob AnfängerIn oder Fortgeschrittene, in der Nähwelt ist jeder willkommen.

Mikroplastik in Kleidung: Was macht das wirklich mit unserem Körper?

Mikroplastik ist für die meisten mittlerweile ein Begriff. Wir hören davon im Zusammenhang mit Lebensmitteln, Wasser oder unserer Umwelt. Doch nur wenige wissen, dass wir auch über unsere Kleidung mit winzigen Kunststoffpartikeln in Kontakt kommen können. Denn viele Kleidungsstücke bestehen aus synthetischen Fasern wie Polyester, Polyamid oder Nylon. Durch Reibung beim Tragen und vor allem beim Waschen können sich daraus winzige Kunststofffasern lösen.   

Und damit stellt sich die Frage: Was passiert eigentlich mit diesen Partikeln, wenn sie mit unserem Körper und unserer Umwelt in Kontakt kommen?

Was genau ist Mikroplastik?

Mikroplastik sind winzige Kunststoffpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind. Viele davon sind so klein, dass wir sie mit bloßem Auge gar nicht wahrnehmen können. Sie können in unterschiedlichen Formen und Größen vorkommen und sind mittlerweile in vielen Bereichen unserer Umwelt zu finden.

Das Problem dabei: Kunststoff verschwindet nicht einfach. Größere Kunststoffteile können mit der Zeit in immer kleinere Partikel zerfallen, die sich anschließend in Wasser, Böden und der Luft verteilen können.

Und genau hier wird auch unsere Kleidung interessant: Denn viele Kleidungsstücke bestehen aus Kunststoff, und können dadurch ebenfalls zur Freisetzung von Mikroplastik beitragen.

Wie kommt Mikroplastik aus Kleidung in unseren Körper?

Wenn wir Kleidung aus synthetischen Fasern tragen, können sich durch Bewegung und Reibung winzige Fasern aus dem Material lösen. Diese können sich in der Luft und im Hausstaub verteilen. Beim Tragen, An- und Ausziehen oder später beim Waschen und Trocknen können die Fasern dadurch in unsere Umgebung gelangen. Über die Atemluft können wir solche Partikel einatmen oder sie über Hände und Staub aufnehmen und verschlucken. Auch wenn die direkte Aufnahme von Mikroplastik über die Haut noch nicht eindeutig geklärt ist, zeigt sich damit: 

 

Unsere Kleidung ist nicht nur etwas, das wir auf der Haut tragen: sie kann auch eine Quelle für Mikrofasern in unserer unmittelbaren Umgebung sein.

Und was macht Mikroplastik mit unserem Körper?

Auch der Mensch kann Mikroplastik über verschiedene Wege aufnehmen – vor allem über Nahrung, Wasser und die Atemluft. Die WHO beschäftigt sich deshalb bereits seit mehreren Jahren mit der Frage, welche gesundheitlichen Auswirkungen eine langfristige Aufnahme haben könnte.

Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich unter anderem damit, ob Mikro- und Nanoplastik im Körper Entzündungsreaktionen, oxidativen Stress oder andere biologische Prozesse beeinflussen können. Gleichzeitig ist wichtig: Die Forschung ist noch nicht weit genug, um eindeutig sagen zu können, welche langfristigen gesundheitlichen Folgen Mikroplastik beim Menschen tatsächlich hat. Die WHO weist ausdrücklich auf bestehende Wissenslücken und den Bedarf an weiterer Forschung hin.

Das bedeutet nicht, dass jedes Mikroplastikpartikel automatisch krank macht. Es zeigt aber, warum es sinnvoll ist, die Freisetzung und Aufnahme von Kunststoffpartikeln dort zu reduzieren, wo wir selbst Einfluss darauf haben.

Und genau hier kommt unsere Kleidung ins Spiel.

Was können wir selbst dagegen tun?

Ein bewusster Umgang mit Kleidung beginnt bereits beim Einkauf. Wer beim Kauf auf die verwendeten Fasern achtet und synthetische Materialien reduziert, kann dazu beitragen, den Eintrag von Kunststofffasern in die Umwelt zu verringern.

Auch die richtige Pflege spielt eine Rolle: Kleidung möglichst lange tragen, nicht unnötig häufig waschen und schonende Waschprogramme verwenden. Denn je weniger Abrieb entsteht und je länger ein Kleidungsstück genutzt wird, desto weniger neue Textilien müssen produziert werden.

Noch einen Schritt weiter geht es, wenn man bereits bei der Faser selbst ansetzt.

Holz statt Kunststoff

Genau hier setzt wir von Plufeschn an. Unsere Kleidung wird aus Holzfasern hergestellt, die aus Buchenholz gewonnen werden. Aus der Cellulose des Holzes entsteht eine Faser, die anschließend zu unserem Stoff verarbeitet wird.

Der entscheidende Unterschied: Die Holzfaser ist keine synthetische Kunststofffaser. Dadurch entsteht aus der Holzfaser selbst kein Mikroplastik durch den Abrieb synthetischer Kunststofffasern.

Gleichzeitig bringt unser Stoff angenehme Eigenschaften mit: Er ist weich, atmungsaktiv und geruchsneutral und fühlt sich angenehm auf der Haut an. Damit ist auch ideal für alle die eine sensible Haut oder Neurodermitis haben geeignet.

Für uns beginnt nachhaltige Mode deshalb nicht erst bei der Frage, was mit einem Kleidungsstück am Ende seines Lebens passiert. Sie beginnt bereits bei der Frage: Aus welchem Material soll es überhaupt bestehen?

Denn wer beim nächsten Kleidungsstück auf die Faser schaut, entscheidet sich nicht nur für einen bestimmten Look, sondern auch dafür, welche Materialien beim Tragen und Waschen in unsere Umwelt gelangen können.

Weniger Kunststoff im Kleiderschrank. Mehr Holzfaser auf der Haut.